Baumaschinen im Maschinenbaulexikon


Baumaschinen werden zunächst in zwei Kategorien unterschieden: in Baumaschinen des Hochbaus und Baumaschinen des Tiefbaus.
Zu den Baumaschinen des Hochbaus zählen alle Arten von Kränen, sei es nun der normale Turmdrehkran, bei dem der Maschinenführer oben in der Kanzel sitzt, oder auch der mobile Kran, welcher mittels Fernbedienung gesteuert wird. Des Weiteren zählt der Aufbaukran, welcher sich im Inneren des Gebäudes mit dem Gebäude nach oben bewegt, auch zu den Baumaschinen des Hochbaus. Selbst die fest stationierten Kranbrücken zur Containerbewegung zählen zu den Hochbau- Baumaschinen.

Bei den Baumaschinen des Tiefbaus wird zunächst unterschieden zwischen Kettenfahrzeug und Mobilfahrzeug.
Kettenfahrzeuge besitzen den Vorteil, dass sie vor allem auf weichem Untergrund auf Grund ihrer breiten Ketten nicht so schnell einsinken und festfahren können wie Mobilfahrzeuge. Der Nachteil der Kettenfahrzeuge ist die ortsgebundene Einsetzmöglichkeit.
Das fängt bei der Raupe an, welche in erster Linie das Verschieben von Erdreich und das Planieren des Geländes als Aufgabenstellung hat. Hierzu gibt es die alte Weisheit der Baumaschinenführer, dass eine Raupe im Grunde mit dem Hinterteil gefahren wird, da man die Erdunebenheiten dort am ehesten spürt.
Der Kettenbagger wird meistens dazu benutzt, große Mengen von Erdreich auszuheben bzw. aufzufüllen. Für den Transport des Kettenbaggers und der Raupe ist meistens ein Tieflader nötig.
Im entferntesten Sinne zählt der Minibagger auch zu den Kettenfahrzeugen, obwohl mit diesem Gerät nur kleine Erdmengen bewegt werden können.
Die Mobilfahrzeuge unter den Baumaschinen besitzen grundsätzlich den Vorteil, dass sie beweglicher sind und von einem zum anderen Einsatzort selbständig fahren können, da sie auf Grund ihrer Bauart auch am Straßenverkehr teilnehmen können. Daher ist eine Verkehrsrechtsschutzversicherung ratsam. Zudem kann eine mobile Baumaschine innerhalb einer sehr großen Baustelle an mehreren Baustellenpunkten eingesetzt werden.
Bei kleineren Baustellen, vor allem auch an Baustellen mit Straßenverkehr, wird meistens die mobile Baumaschine eingesetzt, da dieses Mobilgerät einfach beweglicher ist und weniger Verkehrsbehinderung verursacht als eine kettengebundene Baumaschine.
Das vielseitigste Gerät unter den Baumaschinen ist der Radlader, welcher mit seinen universellen Vorsatzgeräten die unterschiedlichsten Arbeiten verrichten kann.
Im Straßen- und Autobahnbau werden vermehrt die mobilen Asphaltbrechanlagen eingesetzt, da diese Maschinen den aufgenommenen Asphalt sofort weiter verarbeiten. Allerdings können diese Maschinen auf Grund ihrer Größe und Beschaffenheit nur mit Tiefladern von Baustelle zu Baustelle transportiert werden, da diese Baumaschinen im Straßenverkehr zu unbeweglich sind.

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